Daten & Fakten zum Xaphoon
Das Xaphoon ist ein patentiertes Instrument
Länge: etwa 31 cm C-Instrument und 34 cm das B-Xaphoon Gewicht: ca 250 g
Das Xaphoon hat 9 Grifflöcher. Acht auf der Vorderseite und eines hinten für den Daumen
Das Überblasen ist erst ab dem 12. Ton nötig, und nicht wie bei Flöte und Saxophon in der Oktave.
Überblasen wird durch stärkeren Lippendruck statt durch spezielle Griffweise.
Viele, viele tausend Xaphoone aus Bambus hat Brian Wittman inzwischen in seiner Werkstatt auf Maui/Hawaii hergestellt. Alleine im Deutschsprachigen Raum gibt es inzwischen mehr als 20.000 solche Instrumente.
1976 wurden die ersten Xaphoone, damals noch in Kalifornien für den Verkauf gebaut.
Das älteste Xaphoon stammt von 1974. Es ist ganz klein, ein E-Xaphoon mit einem Haltering für den Daumen und einer Kappe aus Metall. Es spielt sich immer noch hervorragend.
Der Xaphoon Vertrieb wurde 1993 gegründet.
Der Name entwickelte sich in der Band als das Xaphoon in Ergänzung zum Saxophon eingesetzt wurde. Aus „Bamboozaphone“ über „Bamboozaphoon“ nach „Bamboo Zafoon“ und „Zafoon“ bis hin zu „Xaphoon“ was im original „ßafu:n“,bei uns auch „ksafo:n“ ausgesprochen wird.
Das Instrument das Brian Wittman in den Jahren kommerziell herstellt ist nicht wesentlich anders als die ersten Versuchsmodelle. Er konstruierte einige längere Instrumente, einige mit einem konischen Fortsatz (meist aus Kuhhorn), aber nachdem das Design mit etlichen Teilen immer komplizierter wurde, beschloß er nur noch das „Aus einem Stück“-Konzept zu bauen, mit dem Mundstück direkt am Ende des Klangkörpers.


Herkunft der Xaphoon-Bambusflöte
Noch vor wenigen Jahren waren es nur eine Handvoll Leute die das Xaphoon kannten. Heute ist das Xaphoon zu einer ernstzunehmenden Alternative zur Blockflöte, als Einstiegsinstrument oder als Vorinstrument zu anderen Rohrblattinstrumenten geworden.
Der Vorläufer des Xaphoons - die Schalimo
Die Idee der Rohrblattinstrumente kommt aus dem arabischen Raum. Die Schalimo ist der Vorläufer der Klarinette. Sie hatte ein schlankeres Mundstück mit einem schmäleren und kleineren Blättchen was ihren Klang heller machte. Zuerst hatte sie keine Klappen, dann eine und zwei bis daraus die Klarinette wurde, die dieses sehr einfach aufgebaute Instrument, das in Mitteleuropa schon zum Einsatz kam komplett verdrängte. Es gibt noch heute klassische Stücke aus dem Barock die für die Schalimo geschrieben wurden.
Die Wiederentdeckung dieses Instrumententypes findet erst jetzt in den letzten Jahren statt. Das Xaphoon ist eigentlich eine Weiterentwicklung, da das Mundstück verändert und der Klang sonorer geworden ist. ähnliche Instrumente gibt es in Gegenden wie Indien, Armenien oder im Westen Lateinamerikas. Mit dem Xaphoon findet erstmals in der Geschichte eine größere Menge Menschen Zugang zu diesem Instrumententyp - und das sogar weltweit. Hauptsächlich zur Zeit aber in Mitteleuropa, Japan, Australien und den USA dank einiger in diesen Gegenden lebender sehr engagierter und sicher auch enthusiastischer Leute. Inzwischen hat sich bereits eine eigenständige Xaphoonkultur entwickelt. Die ersten Aufnahmen mit dem Xaphoon sind erschienen, bei Konzerten und im Unterricht wird das Xaphoon verwendet. Mit dem gerade auf dem Markt erschienenen Standard XAPHOON sind wir nun auch bei der „high tech“ Herstellung angelangt. Einer Produktion in unbegrenzten Stückzahlen steht nichts mehr im Wege. Die nächsten Jahre werden zeigen wie die Geschichte weitergeht.